[zurück
zum Inhaltsverzeichnis]
M: Christian Raake T: Anett Levander
Jetzt nach 30 Jahr´n wird mir allmählich klar
Wie konfus mein Leben bisher war
Ohne Peilung, was ich will und was ich soll
Bin ich ratlos, fühle mich kaputt und oll
Und boshaft kriecht sie prompt hervor
Stechend der Schmerz beim rechten Ohr
Sie bahnt sich gnadenlos den Weg
Bis der Schädel mir wegfegt
Hab´ ich mich nicht mehr in der Gewalt
Stellt sie mich vollends ruck zuck kalt
Die Marter treibt mich in den Wahn
Meine Migräne kotzt mich an
Nur das eine Mal! Gelassen sein, nichts übereil´n
Doch wieder sitz ich fest, bin wie eingekeilt
So geht´s Jahr um Jahr, renn´ stur drauf los und plötzlich
- Halt
Steh´ vor ´ner Wand und nirgendwo ein Spalt
Willkommen schlüpft sie dann hervor
Süß dieser Schmerz beim rechten Ohr
Sie findet zügig ihren Weg
Bis alles Grübeln mir vergeht
Verlier´ ich ohnehin den Halt
Stellt sie mich gnädig ruck zuck kalt
Erlöst vom alltäglichen Kram
Meine Migräne legt mich lahm
Oh man, es ist hart zu wissen
Ich brauch ´nen Migräneschub, um mich zu sanier´n
Völlig klar, geht es mir beschissen
Sie gibt mir die Chance nicht durchzudreh´n
Mein Kopf wird irgendwann ganz leicht
Der ganze Überdruck entweicht
Ich seh´ die Wand, geh´ ruhig drauf los
Finde die Tür, lauf mittendurch
Hab´ ich mich wieder in Gewalt
Stellt mich nichts mehr so leicht kalt
Der nächste Ringkampf ist noch weit
Perfides Spiel, doch aufschlußreich
Auch wenn es Ihnen blöde erscheint
Sie gibt mir meist mächtig Bescheid
Ist mir egal ob Sie´s versteh´n
Entschärft zu sein ist manchmal schön
Sie hat´s geschafft - ich steig empor
Und fühl´ mich stark wie nie zuvor
© Levander & Greve 2004